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Schülerprojekt : Geschichtsstunde auf dem Friedhof

WR, Dortmund, 23.11.2010, Anja Schröder

Schüler der Ricarda-Huch-Realschule bieten Führungen über den geschichtsträchtigen Ostfriedhof an. Das Foto zeigt den Schüler Maximilian Rupert an der Grabstätte der Familie Hoesch.


Foto: Franz Luthe

Dortmund. Das Geburtsjahr von Konrad Adenauer? Jetzt hat Waldemar Rusch uns aber auf dem falschen Fuß erwischt... „1876“ – ein Jahrgang, sozusagen, mit dem Dortmunder Ostfriedhof. Galanter Einstieg in eine Führung über „einen der schönsten Friedhöfe Deutschlands“ und Auftakt zur Generalprobe des Schülerprojektes Ostfriedhof.

Tobias Markau übernimmt die Moderation: „100 Gräber“, erklärt er, „stehen hier inzwischen unter Denkmalschutz“. Aber der Ostfriedhof ist mehr: Vogelschutzgebiet zum Beispiel, aber auch der „Balkon“ der Dortmunder. Und er ist ein Ort des Lernens. Zumindest für die Schüler der Ricarda-Huch-Schule. „Service-Learning“ umschreibt Senior-Expert Immo König seine Idee – mit der er bei den Neunt- und Zehntklässlern auf offene Ohren gestoßen war. Sie tauchten ein in die Dortmunder Geschichte, abgebildet in vielen alten Grabmälern. Sie verfolgten die Spuren bekannter Persönlichkeiten, stöberten in Familien- und Industriegeschichte, spannten einen Bogen zur Kunst und zum Glauben.
Julia Haak steht jetzt vor Henriette Davidis Ruhestätte, der Verfasserin erster Rezeptbücher. Ein Stück weiter die Gruft der Familie Hoesch. Hier übernimmt Maximilian Rupert das Wort, zeigt ein Stück Unternehmens-, aber auch Stadtgeschichte auf – immerhin waren ein Fünftel der Dortmunder Bevölkerung damals Hoeschianer. Dass Lilly Hoesch nur zwei Jahre alt wurde? Ein Detail am Rande, auf das Rupert den Blick lenkt.

Angebot

Sie haben recherchiert – über den Bergbau, über den jüdischen Künstler Benno Elkan, dessen Skulpturen sich hier finden, über die Familien Jucho und Schüchtermann. Die meisten kannten den Ostfriedhof bereits vorher – inzwischen kennen sie ihn wie ihre berühmte Westentasche. Und die ist voller Inhalt. Dass man den auch entsprechend vermarkten muss? Einheitliche Umhängetaschen klassifizieren sie als Gruppe, Namensschilder erleichtern die Ansprache. Der eine bringt sein Organisationstalent mit ein; der andere grafische Begabung. „Sie sind daran gewachsen“, ist Konrektorin Ute Höltke begeistert.

Was sie anbieten, ihre Schüler? Eine außergewöhnliche Geschichtsstunde an einem eindrucksvollen Ort. Sie möchten eine Führung über den Ostfriedhof vereinbaren?

Kontakt über Ute Höltke, Telefon nebenstehend.62796@schule.nrw.de

Premiere wird die große Adventsführung sein, zu der die Schüler Eltern und Kooperationspartner eingeladen haben am 11. Dezember, ab 15 Uhr (ab Ricarda-Huch-Realschule). Anschließend: gemütliches Kaffeetrinken mit Plätzchen nach Henriette Davidis Rezepten.

Trauerhalle und Verwaltung

 

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44135 Dortmund

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